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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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Von Vermeidung der Irrthümer. 129

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- lebhaften Traume eine ihm unbekannte menschliche Ge«

! statt, die ihin im Traume vorgekommen war, auch beyvölligem Bewußtscyn (bev Hellem Tage) einige Mi-nuten taug vor fich stehen gesehen habe. Um sich zuüberzeugen, daß dieses eine bloße Erscheinung derPhantasie sep, griff er darnach, worauf sie verschwand,t Daß ein abergläubiger oder wahnsinniger Mensch in! solchen Fälle» den Schein für Wirklichkeit halt, ist sehr^ gewöhnlich. So sagte z. D. ein gewisser, durch dens Tod seiner sehr geliebten Frau schwermüchjg gcworde-^ ner Mann, daß er die Gestalt der Verstorbenen immervor sich sähe. Selbst dadurch konnte man seine Täu-schung nicht zerstreuen, daß man ihm die Schwesterseiner Frau, die dieser sehr ähnlich sah, und di» sichz noch überdas eben so angezogen hatte, zeigte, um ihm! den Unterschied einer sinnlichen Anschauung von einer! dieser ähnlichen Vorstellung der Phantasie bemerklichza machen. Denn nun glaubte er die Erscheinung! doppelt zu sehen.

i 2) Eine zu stark in Thätigkeit gesehte Einbil-^ dungskraft verfälscht oft die sinnliche» Eindrücke, sodaß man mehr oder weniger zu sehen, zu hören, oderdurch den inner» Sinn zu empfinden glaubt, als wahrist. Einem Schwermüthigen kommt die schönste Land-schaft traurig und öde vor: einem zur ausgelassenenFröhlichkeit gestimmten Gemüthe erscheint auch eine ab-schreckende Wildniß reihend. Die Leidenschaft derFurcht verführt oft die Einbildungskraft, etwas alssinnliche Empfindung anzusehen, was nicht vorhandenist: z. B. ein Bediente hatte eine Schachtel voll Ar«senikum hohlen müssen, ohne zu wissen, was darin

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