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Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
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io6 Von den verschiedenen Graden

niß anderer Menschen, die eine Begebenheit als Au-genzeugen erzählen, so stark seyn, daß man die Sacheeben so fest glaubr, als wenn man sie selbst gesehenhätte. Manche Menschen, die an Wunder derHeiligen glauben, werden davon in ihrem Gcmütheeben so fest überzeugt se,m, als ein anderer von demgeometrischen Satze, daß jeder Triangel die Halste ei-nes Parallelogramms von gleicher Grundlinie undHöhe ist- Ucberredung und tteberzcugung sind ver-schieden in Ansehung des Ursprungs und der Folgen.Ueberzeugnng entsteht aus geprüften und richtig befun-denen objektiven Gründen: Uebcrrcdung, nicht ausEinsicht in das Wesen der Sache, sondern aus dersubjektiven Neigung, etwas als nothwendig zusammen-hängend mit andern gewissen Wahrheiten anzuschcn. Dey der Ueberzcugung kann man nicht irren, wenndie Beweise gehörig geprüft worden sind, aber einFürwahrhalten aus bloßen subjektiven Gründen kannöfters irre' leiten. Doch bey gehöriger Vorsicht,Unbefangenheit des Gemülhs, Nüchternheit des Ur-theils, und Entfernung aller schwärmerischen und an«derer leidenschaftlicher Zu, oder Abneigungen kann auchder Glaube sicher leite». Und wohl uns, daß es sichso verhält! denn wir können nur wenig gewiß wissen,im Verhältniß zu dem Vielen, was wir glaubenmüssen.

Zum Beschlüsse theile ich noch einige Bemer-kungen aus Kiesewelters größer» Lehrbuche derLogik (Seite 2 so) mit, welche dazu dienen, um denUnterschied zwischen Meynen, Wissen und Glaubennoch weiter aus einander zu sehen.