Druckschrift 
Erste Grundlinien der Logik
Entstehung
Seite
80
Einzelbild herunterladen
 

8o

Von den Vernunflschlüssen.

Schluß sah: also hat die Folter keinen vcrrnünftigen Zweck, nnd bringt überdaS manchen Scharden, sie muß daher abgeschaffl werde».

Noch ein Beispiel von einem Terralcmma, barGellius (noct. »rr. 1. »4 0. 1.) anführt, undwelches zeigen sollte, daß es zweckwidrig sep, dieSterndeuter wegen seines künftigen Schicksals zu bcrfragen. (Der Glaube an ihre Wahrfagergabe wurdehierbei) noch vorausgesetzt.) Oberfatz: Wenn mandie Astrologen wegen des künftigen Schicksals befragt,so tauschen sie uns entweder durch Vorhersagungcn, dienicht eintreffen, oder sie sage» die Wahrheit. Un/tersah: Zm ersten Falle mögen sie Gutes oder»ses verkündigen, so werden sie uns entweder mit eitel»Hoffnungen betrügen, und da diese doch nicht erfülltwerden, mißmüthig machen, oder uns mit vergeblicherFurcht quälen, welcher man überhoben scyn kann, wennman sie nicht fragt. Zm andern Falle, wenn sieetwas vorher verkündigen, das cintrifft, wird diesesentweder ein bevorstehendes Glück oder Unglück seyn.Zst es etwas Lutes, so hofft man mit Ungeduld darrauf, und verringert dadurch zum Theil die angeneh«men Empfindungen, die erweckt worden wären, wenndas Glück unvermuthet gekommen wäre. Zfi cs aberetwas Böses, so wird man durch das Vorherwissendes schlimmen Schicksals unglücklich, ehe es eintrifft.Da man doch dem Schicksal, welches einem bestimmtist, durch alle Vorsicht nicht entgehen kann, so halteman wenigstens der lange vorher quälenden Furcht darvor überhoben scpn können, wenn man gar nicht gorfragt hätte. Daraus folgt der Schlußsatz, daß. rS