Von den Vernunftschlüsserr. Zi
weder nützlich noch angenehm sey. sich von Sttrndeu-tern wegen seines künftigen Schicksals belehren julassen.
Die dritte Art der einfachen Schlüffe sind diedisjunktiven. Der Obersatz ist ein unbedingtesdisjunktives Urtheil, worin einem Subjekt verschiedenne Prädikate theilweise bevgelegt werde», oder worindas Subjekt im Verhältnis- zu verschiedenen, sich ein-ander ausschliessenden Prädikaten betrachtet wird. (6ist entweder k> oder nicht d; 8 ist entweder s, oderd, oder v, u. s. w.) Der Untersah kann aufzweyer-ley Art formirt werden: entweder wird behauptet, daßalle genannte Fälle bis auf einen nicht statt finden kön-nen, worauf der Schlußsatz folgt, daß der eine nock-übrige Fall statt finden muß (5 ist nicht b, also istes das Gegentheil; 8 ist weder s, noch b, also ist esc): oder es wird im Untersatze behauptet, daß einerder genannten Fälle statt finde, woraus der Schlußsatzfolgt, daß alle andere Fälle nicht anzunehmen sind.(8 ist b, also fällt das Gegentheil weg; 8 ist s. als»nicht d, nicht«, u. s. w.) Im ersten Falle ist derSchlußsatz bejahend, im andern verneinend: daraufgründet sich der Unterschied zwischen bejahendenund verneinenden disjunktiven Vernunfischlüssen.
Dcyspicle von bejahenden. Ein Winkel ist ent-weder recht oder stumpf, oder spitz: nun ist der Win-kel, den die Tangente mit dem Halbmesser eines Krei-ses macht, weder stumpf noch spitz, weil sie sonst denKreis schneiden würde, und also keine Tangente mehrwäre. Also ist dieser ein rechter Winkel. — Himm-