27
Von den Begriffen.
Attribute folgern können, tvie wir oben ein Beyspielvom Quadrat hatten. — Die Worterklärungen gebennur äussere Merkmale an, woran man die Sache vonandern unterscheiden kann.
Es ist schon oben erinnert worden, daß di,zweckmästge Ausbildung unsers ErkenntnißvermögenSund eine rechte Begründung unserer Erkenntnisse vor»züglich auf der Fertigkeit beruhet, uns von allen Gat«tungen und Arten der Gegenstände, die mit uns ineiniger Beziehung stehen, so wie von den Ursachen,Wirkungen, Zwecken, vorzüglichsten Eigenschaften u.s. w. richtige Begriffe z» machen. Wir können ohnedieses weder selbst mit Nutzen darüber Nachdenken,noch uns andern Menschen verständlich machen, wennwir mit ihnen darüber sprechen. Aufklärung eigenerIdeen dient auch zur Vermeidung mancher Mißver«ständnisse und Streitigkeiten, welche oft daraus enttstehen, daß der eine einen andern Begriff mit einemWorte verbunden hat, als der andere, daß er wesent«liche Merkmale weggekassen, andere zugesetzt hat u-s. w. Die Reihe der Erklärungen muß von allgerKleinsten Begriffen als Principicn auslaufen, welchefür sich nur klar gefaßt, und selbst nicht wieder erklärtwerden können. An der reinen Mathematik habenwir ein Beyspiel, wie die Reihen von Erklärungenaus gewissen Principien auslaufen. In der Arith«metik z. D. stehen zuerst die Erklärungen von Ein«heit, Vielheit, Zahl, dann folgen die Begriffe vonganzen und gebrochenen, einfachen und zusammenge-setzten Zahlen, entgegengesetzten Größen, Potenzen undWurzeln, Verhältnissen, Reihen «. s. w. — In