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1 (1845) [Aac - Aus]
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Vorwort

welches bald dem Absolutismus Napoleons, bald jenem der Restauration die Waffenabborgt, um die Freiheitsfreunde niederzuhalten; welches die parlamentarische Frei-müthigkeit an den von Regierungsgunst oder Ungunst erreichbaren Volksvertretern,soviel sie vermag, bestraft, die davon Unerreichbaren aber, und waren sie, wieLafayette, die Zierden der Nation, mit unverholener Scheu und Abneigungbetrachtet; welches mit der reactivnairen Partei desAuslandes, dessen Kriegsmacht dieBourbonen zurückführte, mit Unterwürfigkeit und zuvorkommender Gefälligkeit dentäglich engern Bund schließt, aber dennoch (nicht eben in Sachen der Principienoder des Menschenrechts, sondern blos in jenen des gemeinen Interesse) mituntertrotzend auftritt, ja sogar seinem eigenen proclamirten Grundsatz der Nicht inter-vention entgegen bald mit Künsten der Diplomatie, bald selbst mitGewalt inter-venirt; welches den Belag erungszustand gegen die Hauptstadt erklärt, umdaselbst Militairgerichte an die Stelle der bürgerlichen, insbesondere der Jury, zusetzen, ja gegen die Männer des Julius nicht blos mit Bajonetten und Kanonen,sondern endlich gar mit schimpflichen Stockstreichen den Krieg führt; welches denEinflüsterungen, Forderungen, Drohungen fremder Gesandten die Bollwerke derFreiheit opfert, den wegen politischer Sünden Verfolgten das nach den Gesetzennicht blos der Humanität, sondern auch des Völkerrechts gebührende Asyl verküm-mert und, zum letzten Act einer mit der Zerstörung der Bastille begonnenen Re-volution, deren Hauptprincipien es anzuerkennen und zu wahren vorgibt, stattder einen Bastille deren zwanzigzu errichten unternimmt.

Unsere richtige Mitte ist ein Regierungssystem, welches zuvörderst den Frie-den mit dem Ausland aufrichtigerstrebt,allernächstdurch Nichtein Mischungin die Verfassungs- und Verwaltungsangelegenheiten desselben, und zur einzigenGegenbedingung nebst allseitiger Heilighsltung der Verträge die gleiche Nicht-einmischung des Auslandes in die eigenen einheimischen Dinge setzt; welches sodann,in Bezug aufdiese letzten, den Revolutionen allerdings entgegen, strebt, doch nichtdurch Schrecken und nicht durch Täuschung oder macchiavellistische Kunst und nichtdurch Niederhaltung der geistigen und moralischen Volkskraft, sondern durch Be-freundung mit dem Volksgeist, durch Achtung derVolksstimme undjener der Volksvertreter, durch Offenheit, durch treues Festhalten ander Verfassung und an allen durch sie den Bürgern gewährleisteten, überhauptan allen ihnen vernunftmäßig zustehendeu Rechten. Sie ist also ein Regierungs-system, welches die verständige öffentliche Meinung zu gewinnen sucht undnur in der Ueberein stimm ung mit derselben ein zuverlässiges Bollwerk erkenntgegen die Anfeindung verbrecherischer Verschwörer oder böswilliger Parteien, einSystem , welches die Publicität nicht nur nicht scheut, sondern liebt, befördertund als Palladium alles Rechtes und aller Freiheit ehrt; welches insbesondere dieLauterkeit der Volksrepräsentation, mithin die Freiheit der Wahlenheilig hält und schirmt, und jede Maßregel, die nur durch Zwang gegen die Mehr-heit eines verständigen Volkes, nur durch Unterdrückung der freienPresse,oder durch Verkümmerung der Oeffentlichkeit durchzuführen ist, alseinegleich rechts- wie klugheitswidrige verwirft; ein System endlich, welches die Heilig-haltung und den Schirm aller Rechte, überhaupt die Beförderung der öffentlichenWohlfahrt nicht als Gnaden sache, sondern als heilige Rechtspflicht betrach-