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10 (1848) [Not - Pra]
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Post.

Um dm Uebergang vom alten Systeme zu dem neuen anzubahnen, ward am 5.De-cember 1839 das Porto für alle inländische Briefe, die vorher mehr entrichtet hätten,gleichförmig auf 4 Pence gesetzt, sofern sie nicht über H Unze (etwa 1 Loth) wogen.

Mit dem 10. Januar 1840 trat das neue System ins Leben. Für alle Briefe voneinem Punkte des vereinigten Königreichs zum andern, bis auf ^ Unze schwer, gleich-förmiges Porto von 1 Penny; bis auf 1 Unze schwer, 2 Pence; und für jede fernereUnze Gewicht 1 Penny mehr. Dies, wenn das Porto vorherbezahlt wird; sonst, bei derAblieferung des Briefes an den Empfänger, das doppelte Porto nach derselben Gewicht-scala. Alles persönliche Postfreithum, auch das der Parlamentsmitglieder (man rechnetejährlich 7 Millionen befreite Briefe, die officielle Correspondenz mit eingeschlossen) wardabgeschafft. Nur Adressen an die Krone, Petitionen an das Parlament und gestempelteZeitungen blieben, wie früher, befreit. Mit dem 6. Mai 1840 wurden dem Publicum,zur Vorentrichtung des Porto, gestempelte Briefcouverte, gestempeltes Briefpapier undkleine Stempel zum Aufkleben angeboren. Seitdem ist die Sache in vollem Gange.

Nun die Resultate. Die folgende Tabelle wird die augenblickliche Wirkung derUebergangsmaßregel und des neuen Systems ins Licht setzen.

Woche endigend

am 24. Nov. am 22. Dec. am 23. Febr-1839 1839 1840

Briefe in (früherer Tarif) (Porto : 4 Pence) (Porto : 1 Penny)

England und Wales 1,252,977 1,583,766 2,495,776

Irland 179,931 225,889 349,928

Schottland 153,065 199,032 353,933

Im vereinigt. Königr. 1,585^973^ 2,008,687 3, l 99,63?"

Dies zeigt, wenn man die früher befreit gewesenen Briefe ausscheidet, unter demPennysysteme eine Vermehrung von 118 Procent, und wenn man auch diejenigenBriefe in Abzug bringt, welche früher nur zu 1 6. oder 2 c>. laxirt gewesen, eine Vermeh-rung von 165 Procent. Die Zahl der Briefe ist aber fortwährend im Zunehmen. Manberechnet, daß, wenn jeden Tag die Post 12 Stunden zur Annahme von Briefen geöffnetist, in jeder Minute 750 Briefe aufgegeben werden.

Aus den folgenden Zahlen erhellt, wie das Publicum nicht gesäumt hat, die Vvr-theile des Vorherbezahlens sich anzueignen. In den 4 Wochen vom 23. Mai bis 20. Juni1840 wurden der Londoner Districtspost übergeben 1,702,344 Briefe, davon waren vor-herbezahlt 1,001,088 (also 89 Prvcent), unbezahlt 182,914 (also 11 Procent). Indemselben Zeiträume waren von 3,665,193 Briefen, welche durch das allgemeine Post-bureau in London gingen, 90 Procent bezahlt und nur 10 Procent nicht bezahlt.Ehe das geringere Porto an die Vorherbezahlung geknüpft war, pflegten nur 16 Procentvorherbezahlt zu werden, die Bezahlung der übrigen 84 Prvcent blieb dem Empfänger über-lassen, wenn er nicht (was sehr häufig der Fall war) den Brief zurückwies.

Aber die Finanzen ? Nun, der Ausfall ist nicht ausgeblieben und er ist nicht un-bedeutend. Im Jahr 1839 betrug der Reinertrag der Post L 1,633,764 2 s. 9 <>., imJahr 1840 nur.« 465,927 4 s. 8§ cl.; bleibt ein Deficit von L 1,167, 836 18 s. 0z cl.Die Sache ist indessen nicht ganz so gefährlich wie sie aussieht.

Einmal: die Post bezahlt, auch bei dem jetzigen Pennysysteme, ihre Kosten undsie gewährt einen Ueberschuß, und der Ueberschuß beträgt 33 Procent der Bruttoeinnahme.Nach Herrfeldt's Berechnungen beträgt der Reinertrag der Post in den deutschen Staatenim Durchschnitt mehr nicht als 23 Procent; das BerlinerCentralblatt" schlägt ihn fürPreußen auf 30 Procent an. Also das finanzielle Verhältniß ist bei dem niedrigen eng-lischen Porto eben so richtig bestellt wie bei dem hohen deutschen; es ist dort so wenigGefahr wie hier, daß der Staat bei der Post nochzuzusetzen" brauchte.

Sodann: die Zahl dec Briefe, wie wir schon bemerkt haben, ist in beständigemZunehmen. Das zweite Quartal des Jahres 1840 brachte 6 100,000 Reinertrag, daszweite Quartal 1841 schon < 119,000. Eine Zunahme von 19 Prvcent binnen Jahres-