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9 (1847) [Men - Nor]
Entstehung
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319
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Münzwesen. 319

ausgegeben sind, den Betrag entweder einzulösen oder stehen zu lassen, eben so viel aber anseinem Kaufschillinge zurückzuhalten.

Diese Ideen hat Murhard *), allerdings mit bedeutenden Modifikationen, adoptirt,von denen die hauptsächlichsten hierher bezüglichen darin bestehen, daß:

1) der Bankfonds durch Actien zusammengebracht werden soll;

2) daß nicht der ermittelte volle Werth des Grundeigenthums den möglichen Umfangdes zu beziehenden Darlehns bestimmen, sondern das Darlehn auf zwei Drittheiledesselben beschränkt werden soll;

3) daß die Banknoten selbst nur 1 Procent Zinsen tragen und die Zinsen von derBank bezahlt werden sollen.

Nach diesen Modifikationen verschwinden allerdings so manche frühere unverkenn-bare Schwierigkeiten. Haben wir indessen auch geglaubt, einen kurzen Umriß dieses Pla-nes geben zu müssen, theils wegen seines Zusammenhanges mit dem Münzwesen über-haupt, welches er verbessern will, theils weil die Idee einer Unterstützung des Grundeigen-thums durch eine Bank, und einer Fundirung der Noten auf Grundeigenthum, die vonSoden zuerst klar ausgesprochen worden ist, auch der kürzlich in Baiern errichteten Natio-nalbank zum Grunde liegt und vielleicht Soden's Ideen ihren Ursprung verdankt; seistdoch nicht hier der Ort, aus eine umfassende Kritik des Entwurfes, die einem anderen Arti-kel angehört, einzugehen. Wir haben es vielmehr blos damit zu thun, welche Bedeutungdie Ausführung desselben für das Münzwesen erlangen könnte.

In dieser Beziehung lassen sich allerdings manche und zwar bedeutende Vortheilenicht verkennen.

Ein auf einen baaren Fonds und auf Grundeigenthum zugleich fundirtes Bank-system bietet allerdings eigenthümliche und viel größere Sicherheit für die Banknoten darals irgend ein anderes, und die allerdings die Ausgleichungen etwas verzögernde und leichtzu Uebervortheilung Unkundiger führende Verzinsung der Noten würde immer dazu die-nen, die Geltung derselben nicht nur mit dem baaren Münzvorrathe auf gleicher Höhe zuerhalten, sondern sie sogar, wenigstens um die Zeit der Zinszahlung, über dasselbe hinauszu treiben. Es bleibt aber dennoch immer zu bedenken, ob, wenn der zuletzt berührte Falleinträte, nicht dadurch zweierlei sich gegen einander reibende Währungen sich bilden müß-ten, und ob nicht dann in dem täglichen Verkehre gewisse Schwankungen der Preise vonnachtheiliger Wirkung entstehen könnten. So sehr zu billigen daher die Fundirung derBanknoten auf Grundeigenthum sein mag, so entsteht doch immer noch die Frage: obeine damit verbundene Verzinslichkeit der Noten günstig auf Verbesserung des Münzwe-sens einwirken könne, und es scheint angemessener zu sein, sie, wie bei der baierischen Na-tionalbank geschehen ist, wegzulassen.

Auch wird freilich noch lange Zeit hindurch der Einfluß, den diese Fundirung in Be-zug auf die Sicherheit der Banknoten hat, dem größeren Publicum nicht völlig klar wer-den; es wird sie genau so wie andere Banknoten, ja wie gewöhnliches Papiergeld betrach-ten, und der erste panische Schrecken würde seine gewöhnliche Wirkung, bei jenen wie beidiesen, nicht verfehlen zu äußern. Doch könnte diese Rücksicht kein Grund sein, dieAusführung, wenn es sonst die Umstände erlauben oder räthlich machen, zu hindern.

Etwas später als Graf Soden, doch offenbar unbekannt mit des Letzteren Idee, alsoselbstständig und vorzüglich das in England bereits Gegebene in das Auge fassend, tratRicardo, ein englischer Banker und einer der ersten Kenner des Geld- und Münzwesens,mit Vorschlägen zu einer Reform desselben und zu Herstellung eines sicheren und wohlfei-len Umlaufmittels auf, die er in einer eigenen Schrift entwickelte **). Er erklärt sich zu-erst gegen Stewart's Jdealgeld und zeigt die Unausführbarkeit dieser Idee wie die Noth-wendigkeit eines möglichst unveränderlichen Werthmessers (stsnllsrck). Dann spricht erüber die Tauglichkeit der edlen Metalle zu dieser Function und stellt endlich den Satz auf:

*) Ueber Geld und Münze überhaupt, und in besonderer Beziehung auf das König-reich Westphalen. Cassel und Marburg 1809.

Uicsräo, kroposal, kor an soonomical anä socurs Durren»^. 1-onäon 1816.