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7 (1847) [Hex - Jus]
Entstehung
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Zdee«.

Thätigkeit bewußt werden, wenn auch die Meisten meistens nur am Staate fortarbei-ten , wie etwa die Bienen an ihrem Aellengebäude. Allein wie eng noch der politischeGesichtskreis der größeren Masse sein mag, die kaum anders von der Cristen; des Staa-tes Notiz nimmt, als wenn sie etwa durch den Steuerzettel daran erinnert wird; und wieschwach noch der Reflex sein mag, den die politischen Thatsachen, die nicht unmittel-bar die Gemeinde und die Familie berühren, in ihr geistiges Leben hineinwerfen; soruft doch überall die alle Glieder umfassende politische Thätigkeit nur in verschiedenerWeise und in verschiedenem Grade zugleich eine politische Stimmung und politischeAnsichten, Begriffe und Meinungen hervor. Und darum hangt auch das So und ^nicht anders eines >eden besonderen Staates zum großen Theile sowohl davon ab, was jdie Masse in politischen Dingen denkt, als was sie nicht oder noch nicht denkt.Diesen jeweiligen Zustand im Geiste eines Volkes nennen wir den Zustand seiner po-litischen Bildung, ein allgemeiner Ausdruck, der eine in tausend Farben erschei-nende bunte Mannigfaltigkeit in Eines zusammenfaßt. Er ist wieder gleichbedeutend lmit den jeweiligen politischen Ideen dieses Volkes, die natürlich auch das Alles ^begreifen, was von diesem oder jenem Standpunkte aus als eine unklare politische Ansicht,oder als politischer Jrrthum und als Vorurtheil gelten muß. In dieser weitumfassendenBedeutung laßt sich nun wohl behaupten, daß der wirkliche Staat die Realisirung derIdee des Staates auf ihrem jedesmaligen Standpunkte der Entwickelung ist, oderwie man diesen Satz gewöhnlich ausdrückt daß die politischen Zustande der jeweiligenpolitischen Bildung entsprechen, daß die Staaten ein Ausdruck der herrschenden poli-tischen Ideen ihrer Zeit sind. Dieses hindert jedoch nicht, sondern setzt vielmehr voraus,daß der Jdealstaat, den sich der Einzelne von seinem besonderen Standpunkte aus imGeiste gebildet, ein anderer als der gerade bestehende ist. Aber die in den Individuen lmannigfach gebrochene Idee des Staates kann sich, weil dieses der Fall ist, immer nurvon Individuen aus zu verwirklichen streben, und so erzeugt sich der Kampf der Gei - ;

ster, ohne welchen kein Leben und keine Bewegung im Geiste ist. l

Wie überhaupt in dieser Weit der Erscheinungen alles Werden an ein Gewordenes, ^das Schaffende an ein Geschaffenes sich anknüpft, so auch in dem zusammenhängendenund fortlaufenden Bildungsprocesse politischer Zustände und politischer Ideen. Und weildas einmal Bestimmte sich nur in bestimmter Weise entwickelt, so werden wir daraufhingesührt, im Verlaufe der politischen Bildung eine Gesetzmäßigkeit anzuerken-nen. So weit wir uns nun mit der Betrachtung des politischen Lebens zugleich des ge-setzmäßigen Ganges desselben bewußt geworden sind, dürfen wir es wagen, zugleich die ^Zukunft politischer Zustände und politischer Ideen zu prognosticiren. Dieses versuchtdenn auch im Grunde jeder Politiker bei jeder Frage der Politik. Indem sich aber.der politische Ideengang nach bestimmter Richtung in bestimmte Schritte zerlegt, wirdkeiner dieser Schritte gethan, ohne neue politische Gegenstände vor Augen zu führen odersie aus neuen Gesichtspunkten betrachten zu lassen. Was uns an einem Gegenstände ge-legen ist, i<I <i»c»I Interest, also die ganze Bedeutung und Wichtigkeit, die er für unshat, nennen wir Interesse. Da für uns jeder Gegenstand nur in dem Eindrücke be-steht, den er auf uns macht, so haben im weitesten Sinne alle Dinge, die inunsereErkenntniß fallen, ein gewisses Interesse für uns, nicht blos diejenigen, welche unsmit dem Reize des Angenehmen anziehen und fesseln und vorzugsweise interessantheißen. Die Ausdrücke der Gleichgültigkeit, selbst die der Verachtung, des Hasses, des >Abscheues, bezeichnen entweder nur einen niederen Grad der Theilnahme, des Inter-esses, oder weisen auf die negative Seite einer Reihe von Empfindungen, die gleichsamin dieselbe magnetische Axe fallen, nur von dem Jndifferenzpunkte aus bald auf die Seitedes anziehenden, bald des abstoßenden Pols. Da hierbei stets die Beziehung einesObjects zu einem Subjecte gedacht wird, so sagt man auch von dem Gegenstände, daß erInteresse hat; oder man nennt wohl den Gegenstand selbst Interesse, wie denn nament-lich die Zinsen eines Eapitals oder der Ertrag desselben und hiernach ein Maßstab fürDas, was dem Besitzer das Capital werth ist, Interessen heißen. JedeneueBe-jiehung zwischen einem Gegenstände und einer Person mvdisicirt für diesen Gegenstand