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7 (1847) [Hex - Jus]
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Hansa.

rende Nation ein kläglicheres Zeugniß der Wehrlosigkeit und Schwäche sich selber ausgestellthat ? Das erste Getöse der Revolutionskriege war kaum verklungen, als unter Frank-reichs und Rußlands Auspicien, nicht den Hansestädten allein, sondern überhaupt denwenigen Reichsstädten, die man nicht anders zu placiren wußte, oder die von der Media-tisirung durch genügende Spenden sich losgekauft, das mehr als zweideutige Geschenk derbeständigen Neutralität im Reichskriege entgegengetragen wurde. Man ist es inne gewor-den, was es heißt, der Gunst der Fremden die Existenz und die Art der Existenz zu ver-danken. Auch Preußen, das die Neutralität im Reichskriege bis zur Entsittlichung desnördlichen Deutschlands ausgebildet und in ein System gebracht, Preußen hat seine Sün-den schwer gebüßt. Diese Betrachtungen aber und auch die Opfer, welche diefran-zösische Zeit" noch vor der Einverleibung gekostet, sindein Stück von allgemeinenKlagen."

Napoleon war mehrmals im Begriff, die Hansestädte zu verschenken, noch eheer sie sich selbst angeeignet: 1806 bot er sie zur Entschädigung für Sicilien und hätte sie,meint Lord Aarmouth, auch an Hannover gegeben, wenn dadurch der Friede mit Englandbefördert wäre; etwas später sollten sie zum Fußgestell des Thrones dienen, den er seinemBruder Ludwig anbot, wenn Dieser sich nach Norddeutschland wollte verpflanzen lasten.Inzwischen hielt er sie (seit den Schreckenstagen von Lübeck) militärisch beseht. Im Jahr1809 beschäftigte ihn der Gedanke, sie mit einer ihrer bisherigen analogen Verfassungals freie Städte dem Kaiserreich anzuschließen. Der edle Lothringer Carl Villers,der Jahrelang als ein Freund und Bruder für uns gestrebt, war durch Reinhard's ver-mittelnden Einfluß den Berathungen nicht fremd und hoffte noch immer, daß die Un-abhängigkeit würde zu retten sein. Zu Ende des Jahres 1810 kam, wie aus heitererHöhe, der Schlag, der sie dem Kaiserreich einverleibte. Es war, sagt Bignon, derkeckste Streich (le p>»s su6scie»x), den Napoleon jemals geführt, und das österreichischeManifest von 1813 hob bei dieser Gewaltthat vor allen anderndie Verachtung allerschonenden Formen" hervor. Die Raserei des Continentalsystems erreichte ihren Höhe-punkt; der Handel schwankte zwischen namenloser Einbuße durch die Sperre und zwischenfabelhaftem Schmuggelgewinn, auf welchem kein Segen ruhte.

V. Die Zeit seit der Befreiung 18131847. Die Bürger der Hanse-städte erhoben sich, unter den Ersten in Deutschland, in Waffen für die eigne Befreiungund für die deutsche Sache. Namenloser Druck wirkte den stärksten Rückschlag: derEnthusiasmus hatte keine Gränze. Das Eisen, das uns abhanden gekommen, war wie-dergefunden. War's auch einfalscher Morgen" gewesen, hat auch der Fall Hamburgsund Lübecks noch einmal die Saat von Blut und Thränen erneut, so harrten doch draußenund strebten die Bürger in Waffen dem kommenden Tag entgegen. Schenkendorf sangseinen Freunden Smidt und Gildemeister das Lied zu von den deutschen Städten, dasLied von

Dem Hansastaat im Meere,

Dem Hansastaat im Feld."

Es ist urkundlich zu beweisen, die Anerkennung ihrer Unabhängigkeit verdanken die Städtediesen ihren eigenen Anstrengungen. An Gelüsten der Nachbarn, an der Gefälligkeit,die bei dergleichen das Auge zudrückt, hat es nicht gefehlt. Aber man schämte sich, Die-jenigen dem Joch zu unterwerfen, die so eben Gut und Blut eingesetzt. Noch aus demWiener Congreß war Lübeck so gut als an Dänemark verschenkt. Da ertönte aus derMitte der hansischen Sendboten eine Stimme (gewohnt-und erfahren, wie in der altenZeit, den Bürgerstolz vor die Königsthrone zu tragen), die dem Werk der Finsterniß Still-stand gebot, den Machthabern das Gewissen schärfte und ihnen die unauslöschlicheSchande vorhielt, welche der Wortbruch über ihr Andenken bringen würde.

Die Städte blieben frei, dem Bunde deutscher Nation zugesellt und (darüber warin.jenen Tagen kein Zweifel) so verpflichtet als befähigt, dem ganzen Deutschlandmit dem Pfunde zu dienen, das ihnen vertraut war.

Als man wieder aufzuathmen begann, war es die erste Aufgabe der Hansestädte,die gewaltsam verschütteten Bahnen wieder zu eröffnen und den unterbrochenen über-