io6 Moralische Religionslchre.
Nur der Tugendhafte siudet Troff, Beruhigung und An-trieb zur weitern Besserung in der Betrachtung der gött-lichen Eigenschaften. Der Lasterhafte empfindet Schmerzbey dem Gedanken an seine Heiligkeit/ Allwissenheit/ All-macht und Gerechtigkeit.
§. I3Z>
Die allmächtige Wirkung Gottes zu sei-nem höchsten Endzweck ist eine einzige Handlung, dievon Ewigkeit zu Ewigkeit dauert. Nach der mensch-lichen Vdrstellungßart zeigr sich diese Kraft Gorlss nachund nach in der Zeit i) er hat die Welt vor langer Zeiterschaffen, -2) er erhalt sie setzt noch, z) er regiert alles,wieeöaufallekünftigeZeitam besten ist. Er ist Schöp-fer« Erhalter und Regierer der Welt.
§- 134 -
Er hat Alles aus Nichts erschaffen. DasWesen, welches im Stande war, diese zweckmäßig«Welk hervorzubringen, konnte auch den Stoff dazudurch seinen allmächtigen Willen erschaffen. Auf welcheArt dieses zugegangen sey, könne,, wir endliche Men-schen weder wissen noch begreifen.
§ 135 -
Die Erhaltung aller Dinge ist eine fortgesetzt«Schöpfung. Durch Gottes Kraft bestehen alle Na-turkräfre lebloser und lebendiger Wesen. Das ganzeNcltall dauert ohne Ende fort.
§- IZ6.
Gott lenkt auch alles nach feistem Willen, wie es der^lan einer besten West erfordert. Vernünftige Wesen