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Moralphilosophie.
Empfindungen des Haffes, Neides, u. d. gl/sehrunangenehm, und verbittern das Leben-
Daher sollte jeder Mensch von Jugend auf die ge-selligen und sympathetischen Neigungen in sich zu er-wecken und zu beleben suchen. Zn dem Glücke andererMenschen müssen wir unser eigenes suchen. Wer die ,Freuden des Wohlthuns öfters schmecket, wird sie nichtgern wieder mit ander» vertauschen. Unterdrücke dieAbneigung gegen einzelne Menschen, oder das Men-schengeschlecht überhaupt, so bald sie bey gewissen trau-rigen Erfahrungen von der Verderbtheit der Menschenden dir aufsteigen will. Denke oft an die Güte Got-,tes, welcher seine Sonne über Gute und Döse schei-neuläßt, und suche ihm nachzuahmen. Gewöhne dichan de» Umgang mit bessern Mensche», um durch ihrBeyspiel in der Tugend erhalten zu werden. Lerneund übe die Regeln der Weltklugheit.
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§- 59 -
s. Wir sollen Leben, Gesundheit undalle körperlichen Kräfte der Menschen fzuerhaltensuchcn.
Oeffesitlicher und heimlicher Mord sind äusserstschändliche Handlungen. Wir dürfen niemand tödrcn,ausser wenn wir unser Leben gegen einen Angriff nicht ,anders retten können. Auch im Kriege soll man, sovicf als möglich, die Menschen schonen, so fern die-ses nicht gegen höhere Pflichten streitet. Denn durchallzu, rgße Schonung kann der Krieg selbst auch verlän- ^gert werden. Nur die Obrigkeit hat das Recht zu °Leibes- und Lebensstrafen. -