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2 (1817) Moral, Naturrecht, moralische Religionslehre
Entstehung
Seite
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Moralphilosophie. '

Bon der großen Menge der Laster, welche diesenGesinnungen entgegenstehen, sind die vornehmsten:Ungerechtigkeit, Beleidigungssucht» Lieblosigkeit, Rä-sonnirsucht, Rachsucht, Neid, Eifersucht. Schaden«ftcude, Haß. Undankbarkeit, Kaltsinn, Grausamekrit, Lästerungssucht, Verdammmrgssucht, Irreligio-sität, Versichrung zur Unsittlichkeit, Hinderung de«wahren Aufklärung» schädliche Aufklacungssucht, Frei-heitstaumel, Revolutionsgeist» Eigennutz, unzeitigeNachsicht, Parthciligkeit, Nepotismus, Gleichgültig-keit gegen Verdienste, Nachläßigkeit in gemeinnützi-gen Dingen.

Wer kann die Quellen aller dieser selbstischen Nei-gungen aufsuchen ! Sie liegen theils in fehlerhafterErziehung, früher Verderbung der Menschen durchSchmeichelei; theils in Vorurtheilcn z. B. daß manunvermögend zn dieser und jener guten Handlung sey itbeils in Stolz und Harte de» Hähern Menschenklassen,Meuschcnhaß » Zunftgeist, Ordensgeist, u. s. w.Mancher wird aus Gutherzigkeit schwach gegen einigeund hart gegen andere; zuletzt gleichgültig gegen dasWohl und Wehe des Menschengeschlechts. Auch aber-gläubische Ncligionsmeinungen, zweckwidrige Anstal-ten im äussern Gottesdienst, unwürdige Begriffe vonGott und der Art, sich ihm gefällig zu machen, ha-ben keinen geringen Anthcil an diesen verderblichenGrundsätzen.

Die traurigen Folgen davon sind mannigfaltig.Wer die Menschen nicht achtet und liebt, hat selbstkeine Achtung» Liebe, Hülfe» Mitlcidm und Mit-fteude zu hoffen. Mit dem Maaff, da ihr mit mes-set, wird man euch wieder messen. An sich sind dir