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2 (1817) Moral, Naturrecht, moralische Religionslehre
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Moralphilosophie.

großer Anhänglichkeit an Menschen und andere Erden-güler, kheils aus Sorglosigkeit, sich Kenntnisse vonden nöthigen Erhaltungs- und Rettungsmitteln zu ver-schaffen. theils aus dem falschen Wahn, durch Aus-schweifungen sein Lehen liecht zu genießen; oder auSdem Vorurtheil, daß man dock durch alle Sorgfalt daseinmal bestimmte Lebensziel nicht verändern könne.Einige verachten das Leben überhaupt, weil sie dieUnsterblichkeit der Seele nicht glauben: andere, weilsie fälschlich meinen, sich durch Selbstmord von denQualen dieses Lebens zu befreien, und an deren Ätattim Hunmel glücklich zu werden.

Feigheit har in diesem Leben viele unangenehme Fol-gen. Muthwilkige Verkürzung des Lebens wird steauch nach dem Tode haben. Denn der Selbstmörderdarf nicht hoffen, daß die Verletzung dieser Pflichtungestraft bleiben werde.

Um dich vor Lebensüberdruß zu verwahren, ge-wöhne dick an regelmäßige Thätigkeit. Genieße dasLeben auf erlaubte Art. Vermeide gewinnsüchtigesSpielen, und alles, was die Selbstzufriedenheit stört.Denke oft an die Belohnungen der unglücklichen Tu-gendhaften im künftigen Leben. Stelle dir vor, wieniederträchtig du handeln würdest, wenn du den Po-sten, welchen dir Gott hier angewiesen hat, muth-willig verlassen wolltest. Bedenke, .daß du auch inden unglücklichsten Lebenslagen Gelegenheit hast, durchTilgenden deinen eignen Werth zu erhöhen, und der.Welt nützlich zu sevn. In Gefahren stärke dich durchdie Vorstellung, daß Gottes Vorsehung überall fürdich wachet, und dich erretten wird, wenn eö für dichgut sexn sollte.