Einziges, indem von dem Formalen bey dieser Setzung(neben dem zweyten Realen!) abgesehen wird. So heißtja der Geist „Bernunftwesen" im (nicht - trennenden) Ge-gensätze mit dem „Natur - oder Sinnenwesen"!
WaS ist demnach die Vernunft — kräftige Sinn-lichkeit, die uns ein neuer Ethiker und Psycholog, übri-gens ein gewandter und kräftiger Darsteller, angeboten hat?Und wie erscheinet da selbst eine zum Theil sinnlicheVernunft und eine zumTheil vernünftige Sinn-lichkeit, wie in der gedachten neuen Grundlegung zurPsychologie? Denn auch in dieser Schrift ist daS WortVernunft nicht in jener Leibnitzisch-Wölfischen Bedeutung,sondern so genommen, wie die Uebcrstnnlichkeit neben derSinnlichkeit, oder die Uebernatur neben der Natur auftre-ten müßte, wenn eines dieser Worte gebräuchlich wäre,oder die erfoderliche Gattung für den wissenschaftlichen Ge-brauch bereits erhalten hätte. Und objektiv ist dort dieVernunft aufgeführt, — nicht subjektiv, wie dann wenig-stens „die vernünftige Sinnlichkeit" eine gute Bedeutungerhalten könnte. So wie das Sinnliche dem Uebersinnli-chen praktisch untergeordnet, also jenes sittlich geordnet undfolglich diesem zugebildet wird; so erscheinet ja die Sinn-lichkeit mit der Vernunftlosigkeit selbst verbunden wie anihrem Orte die Moralphilosophie zeigt, und zwar besondersgegen jene Mönchslehre, welche den nicht - trennenden Ge-gensatz zwischen Vernunft und Sinnlichkeit („Geist undFleisch") in den trennenden umsetzt. — Konnte nun solcheVermischung auch einem sonst eben so trefflichen Denker alskräftigen Darsteller begegnen; so haben wir einen That-beweis mehr, wie nothwendig es scy, daß vor allem jeneGrundsetzung in Betreff deS Sachlichen bestimmt erfassetund wohl im Auge behalten, also die Unterscheidung zwi-schen dem Uebersinnlichen und Sinnlichen durch geführtwerde, nur mit der Fürsorge, daß, betreffend das Objekti-ve, die Unterscheidung überall nicht in die Trennung auS-arte. Denn im Kreise der subjektiven Menschheit tritt, der