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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Za diese Lehre ist, indem sie daS Subjektive mit dem Ob-jektiven auf solche Weis« vermischt, selbst eine Art von Idea-listik, und zwar im besten Falle. Merkwürdig aber wäresie ohne Zweifel besonders, wenn selbst Einer, der sonstganz Anderes lehrte, sie aufgestellt hätte. Wo die Identi-tätslehre, welche eben derselbe kräftig bekämpfte, eingreifet:da kann freylich auch die Rede von den Vermögen des Gei-stes nicht Platz finden. Wenigstens nicht im Ernste der Wissen-schaft nach deren Bestimmung für die Wahrheit! Dennnach dieser Lehre ist ja, — Alles Eins: das (sogenannte)„An sich" entscheidet; und die Unterscheidung wird, wiefürlein Kind der (bloßen) Reflexion erklärt, so mit der Tren-nung verwechselt.

Nein, wer da, in Betreff des menschlichen Geistes vorjederSelbstthätigkeit, unterscheidet: der trennet nicht!Ein Gegensatz wird allerdings angenommen, indem manzwischen dem Vermögen, welches die Sache, und dem, wel-ches die Form betrifft, unterscheidet. Allein dieser Gegen-satz ist der bloß - unterscheidende, der nicht-trennende, undgilt in Absicht deö Metaphysischen und Logischen, wie deSUebersinnlichen und.Sinnlichen oder — wofern je dichBestimmung endlich durchdringet — des Metaphysischen undPhysischen. Erst nach dem Eintritte der subjektiven Thä-tigkeit, die mit der persönlichen *) Eins ist, tritt der andereGegensatz ein: Sittlichkeit und Unsittlichkeit, Recht und Un-recht, Religion und Irreligion. Dieser Gegensatz ist offen-bar nicht bloß - unterscheidend, sondern feindlich oder „abso-lut" und folglich trennend. — Also gegen die Trennung dergeistigen Vermögen, gegen jene Zersplitterung unter demNamen Psychologie, ist die gedachte Einrede treffend. Aber

») Wer nennt das neugeborne Menschenwesen schon, oder dmWahnsinniggewordenen noch eine „Person"? So wenig alsein Subjekt (neben dem Objekte, — nicht neben dem Prädi-kate)! Also nur die.Anlage zur Persönlichkeit, nicht diese selbst,kommt allen Menschen zu.