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Ueber Freiheit und Nothwendigkeit aus dem Standpunct christlich-theistischer Weltansicht : eine philosophisch-theologische Untersuchung
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Spiel der Phantasie, wenn wir den Fall annehmen, daßnoch einer komme und sage: Widerlegen kann ich dichnicht, dir beistimmen aber auch nicht. Ein unerklärlichesBand hält mich an diese Lehre gekettet. Ich habe für meininneres Leben ein Gut an ihr, das mir außer ihr überallfehlen würde. Wer so spricht, der sehe wohl zu,daß er sich nicht betrüge. Wir wollen ihn im Vertrauendaran erinnern, daß cs eine gewisse Tücke des menschli-chen Herzens giebt, welche macht, daß auch im Unglückunsrer besten Freunde etwas ist, das uns nicht gänzlichmißfällt. Sollte seine Erwählungslehre vielleicht darumso viel praktischen Werth für ihn haben, weil es, obwohlihm unbewußt, etwas Wohlthuendes für ihn hat, sich zuden wenigen Auserkornen rechnen zu sollen? Bei wem einsolches Gefühl, das sich gar gern hinter die Larve derDemuth steckt, Hebel seiner sittlichen Anstrengungen ist,und wer in seinem Heiligungseifer nachließe, wenn erglauben müßte, daß Gottes Herz, größer als das seine,die ganze Welt mit derselben Liebe umfaßt wie ihn,dem sagt der Apostel (1 Cor. 13.), daß all sein Glaubesammt seinen Werken vor Gott für Nichts geachtet sind.So bekehre er sich denn von seinem lieblosen Wesen.

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Wir könnten jetzt noch dieser Abhandlung aus demStandpunkt ihrer Resultate eine Beleuchtung aller der