130
Nachwort.
Das Böse ist in dieser Schrift nur so weit in Betrach-tung gezogen worden, als ihre Aufgabe es mit sich zubringen schien. Viele Fragen in Hinsicht desselben muß-ten daher in ihr noch unbeantwortet bleiben. NähereErörterunLen über das Wesen, den Ursprung und dasVerhältniß des Bösen zu Gott wie zum Ganzen der gött-lichen Weltökonomie behält sich jedoch der Verfasser fürdie Zukunft in einer besondern Theodicee noch vor, inder er mit Gottes Hülfe zu beweisen hofft, daß das KreuzChristi ein Vernunftpostulat sei, ohne dessen geschichtlicheRealisirung die consequente Vernunft mit absoluter Noth-wendigkeit einem ewigen Skepticismus Preis gegebenwäre. Von Rechts wegen müßte diese Sache längstdurch den Rationalismus ins Licht gesetzt sein, wenn die-ser Name nicht leider eine um so größere Ironie auf seineBekenner wäre, jemehr sich dieselben auf ihn zu Gutethun.
*
§