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gewiesen, so dagegen die Wahrhaftigkeit und Liebe Got-tes (die schon ihrem Begriffe nach ohne Allgemeinheitüberhaupt nicht Liebe wäre) außer allen Zweifel gesetzt,während die Prädestinationslehre Gott zum Lügner undzum willkürlichsten Despoten macht.
Wir glauben nicht stark genug gegen diese Lehre redenzu können, weil keine Täuschung gefährlicher und ver-derblicher ist als die, wenn der Teufel die Rolle des hei-ligen Geistes spielt. Uebrigens kennen wir Gottlob! nurPrädestinatianer, die besser sind, als ihre Theorie. Eben-deswegen hegen wir aber auch das Zutrauen zu ihnen,daß sie zu einer Einsicht gelangt, die dem frommen Ar-min ius lieber gewesen wäre als alle Schätze der Welt,gern aus immer ein Dogma verabschieden werden, dasin seiner Consequenz durchdacht nur kalte Naturen ohneinneren Widerspruch mit sich herumtragen können, unddas von seiner negativen Seite vollends gepredigt, wiees gegenwärtig in Genf geschieht,— wir tragen keinBedenken es auszusprechen — eine abscheulichere Enthei-ligung des Tempels Gottes ist, als jener Vernunftdirnen-dienst französischer Atheisten.
Doch noch eins. Man kann einen Jrrthum eingesehenhaben und doch nicht davon lassen, sondern sprechen: ichkann mich ja eben darin irren, daß ich es für Jrrthumhalte. Das macht, nicht der Verstand, sondern derWille ist Herr im Hause. Wir halten es für kein bloßes