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Bedingung, nicht antecedirend, aber simultan, nichtals unbedingter Selbstständigkeit, aber wirklich alsSelbstständigkeit. Der Gott, der da will, daß allengeholfen werde, muß*) nach seiner Liebe auch einemJeden so bald als möglich helfen wollen, er mußvom ersten Athemzuge ihres Lebens an Eingang suchenin die Seele seiner gefallenen Kreatur, und obwohl nichtjedes äußere Vernehmen der Gnade Gottes in Christoauch innere Empfänglichkeit für dieselbe voraussetzt, soist umgekehrt mit der Wahrheit seiner Liebe unwider-sprechlich gewiß, daß innerer Empfänglichkeit auch zuallen Leiten diese Gnade entgegengetreten ist, sei es alsVerheißung, wie im alten Bunde, sei es als Verkündi-gung, wie im neuen, sei es, man verzeihe einmal diesePräsumtion, als unmittelbare Erfahrung durch Entrük-kung in ein anderes Leben.
Gewiß, wäre dies alles immer so bedacht worden,als es doch nahe lag, so hätte sich die Conco rdienfor-m el unmöglich jene Blöße geben können, auf ihre Weiseeinmal den Menschen für schlimmer als einen Klotz zuerklären, nnd gleichwohl von ihm zu verlangen, daß erder Gnade nicht widerstreben solle. Eben so wenig hättendann der Verfasser des Buchs c/s Fs/r-
oder die Remonstranten, oder der
*) Wenn wir van einem Müssen Gottes reden, so mei-nen wir damit allein die Nöthigung, Gott gewissen Voraussetzun-gen zufolge so und nicht anders zu denken.