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Ueber Freiheit und Nothwendigkeit aus dem Standpunct christlich-theistischer Weltansicht : eine philosophisch-theologische Untersuchung
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keins von beiden schon mit der Freiheit gesetzt sein kann?Die Freiheit also, als das bloße Vermögen dasselbenicht zu thun was gethan wird, ist noch gar keine sittlicheKraft, ja überhaupt keine materiale Kraft, die etwa alspelagianische raäix trucükers divers» AiAllir an-gesehen werden könnte, sondern ein rein formelles Ver-mögen, das als solches gegen Böses und Gutes völligindifferent ist. Die Freiheit ist zwar die Bedingung un-serer Gerechtigkeit oder unsrer Sünde; aber sie ist nichtselber That und Wille, sie macht unfern sittlichen Cha-rakter nicht. Dazu gehört der ganze Mensch; dazu ge-hört vor allem unser Herz. Denn Liebe ist die Seeleund der Pulsschlag des Lebens, und nur was der Menschliebt, das bestimmt zugleich seinen Werth. Besteht nundas sittlich Gute im Menschen nicht darin, daß er sichzu demselben bestimmen kann, sondern darin, daß eres wirklich mit dem Willen seiner Liebe ergreift, so istauch offenbar, daß er, wenn auch acta nichts als Sündein ihm ist, gleichwohl frei sein könne, weil er dadurchnur xoteana als gut gesetzt wird, eben so wie ein Ge-schöpf, in welchem »eru lauter Gutes ist, durch seineFreiheit ja nur die Möglichkeit (nicht zu verwechseln mitAnlage) des Bösen in sich trägt.

Ferner müssen wir die ungegründete Besorgniß zurück-weisen, als würde mit der Anerkennung der Freiheit einesgefallenen Wesens diesem die Kraft zugestanden, durchund aus sich selber Gutes zu thun. Denn wie liegt dies