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Ueber Freiheit und Nothwendigkeit aus dem Standpunct christlich-theistischer Weltansicht : eine philosophisch-theologische Untersuchung
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handeln können, außer der Gemeinschaft mit Gott jaaber nur Sünde möglich ist, mit andern Wortenwie verträgt sich dieFreiheit als allgemeinmenschliches Vermögen mit der gänzlichenUntüchtigkeit, die wir von Natur zum Gu-ten haben?

Ungeachtet die Amtwort auf diese Frage für jeden auf-merksamen und nachdenkenden Leser schon in dem Bishe-rigen mit enthalten ist, so unterziehen wir uns doch ihrerbesonder» Erörterung um so williger, da unstreitig dieunklaren Begriffe, aus denen sie beruht, von jeher eben soder Grund aller Noth und Unvernunft äe

rc> urkilrio gewesen sind, als das dialektische Unvermö-gen, den Gegensatz zwischen Freiheit und Nothwcsidig-keit auszugleichen, und ohne ihre nähere Berichtigungwir daher fürchten müßten, wenigstens in den Augen die-ser Fragesteller unsrer Aufgabe nicht genügt und dieFrei-heit in dem Ganzen der christlichen Weltansicht sicherge-stellt zu haben.

Zu dem Ende geben wir vor allen Dingen zu beden-ken, daß mit Freiheit ja durchaus noch^nichts sittlichGutes im Menschen gesetzt ist. Oder sollen wir auch dasnoch besonders beweisen? Sollte nicht jeder von selbsteinsehn, daß wenn mit Freiheit auch schon wirklich Gutesin einem Wesen gesetzt wäre, ebensowohl und zwar zugleicher Zeit auch wirklich Böses mit ihr gesetzt wäre, sodaß also, weil dann doch wohl eins das andre aufhöbe,