- 115 -
voluotss subse^uons zusammenzuwerfen sei, brauchtKeinem erst noch gesagt zu werden, der dieser Untersu-chung überhaupt mit dem Gedanken gefolgt ist.
8 . 44 .
Mit der Einsicht in das wahre Verhältniß des Bösenzum göttlichen Willen ergiebt sich nun auch die Antwortauf die Frage, worin denn der Unterschiedzwischen bösen und guten Handlungen be-stehe, insofern beide Gott zum Urheberhaben. In den bösen Handlungen nemlich wird, wiewir sahen, allein der physische Wille Gottes realisirt, inden guten nun auch der moralische. Das Böse ist Got-tes Werk, aber nicht als Böses; das Gute wird auchals Gutes von Gott gewirkt. Und wie das Böse alsBöses die Kreatur allein sich selber zuschreiben kann, sodas Gute als Gutes lediglich Gott, weil, wenn es nichtGott zu seinem alleinigen Grunde hätte, es eben dadurchnothwendig Böses wäre.
Daß darum das wirklich Gute, das in Menschenherzenwohnt und durch Menschenhand geschieht, ebendeswegen— wenn auch mitgetheilterweise — doch immer undzwar roraliwr des Menschen Eigenthum und freie Thatbleibe; daß ferner die höchste mystische Passivität, wennsie nur wirklich rechter Art ist, und das Herz sich in der-selben wirklich allein Gott und nicht unlauter» Einflüssen
8 *