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Ueber Freiheit und Nothwendigkeit aus dem Standpunct christlich-theistischer Weltansicht : eine philosophisch-theologische Untersuchung
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richtigung seines Irrthums anknüpfen könnte, ein Sprungaber auch vom Jrrthum zur Wahrheit ohne Zweifel etwasVernunftwidriges ist. Irgend etwas Wahres ist also je-dem Menschen gewiß, und selbst der Skeptiker hält sichwie in formaler Hinsicht an die Auctoritat seiner Ver-standesgesctze, ohne deren Anerkennung er ja gar nichtden Dogmatismus bestreiten könnte, so in materialerfür's Leben wenn nicht an einen religiösen Glauben, min-destens doch an einen Inbegriff von Erfahrung, derenObjcctivitat, so weit sie dies wirklich ist, damit zugleichauch speculativ zugegeben er durch einige Dialektik ge-zwungen werden kann, so lange er nicht muthwilligeigner Consequenz entsagt. Da nun, wenn alle Wahr-heit überhaupt zu einem einstimmigen Ganzen verbundensein soll, die einzelnen Wahrheiten ja nothwendig ein-ander entweder voraussetzen oder zur Folge haben d. h.sich gegenseitig als Wahrheiten bedingen müssen: so mußauch für die Vernunft, wiefern sie die Einheit und denZusammenhang, den sie von der Wahrheit als Objectpostulirt, mit innerer Nöthigung zu subjectivicen strebt,soll anders diese Nöthigung keine trügerische Vorspiege-lung sein, mit welcher der menschliche Geist geradezuzum Narren gehalten wird, (Kants regulative Vernunft-ideen sind in der That nichts Anderes), durch jede zurGewißheit gewordene Wahrheit die Gewißheit aller übri-gen Wahrheit, weil ja sonst eben kein Zusammenhangunter derselben wäre, ohne allen. Zweifel vermittelt wer-den können.