wir ihn nicht auf die menschliche Vernunft bezieh», ernothwendig ohne allen Sinn für uns ist, weil wir ja außerder Vernunft, die wir eben allein kennen, von Vernunftschlechterdings auchnichtdieAhnung eines Begriffes haben.
Endlich aber ist diese Vernunft auch wiederum nichtsanderes als der so übel berufene Verstand. Denn nur informaler Hinsicht kann hier von ihr die Rede sein , undinsofern ist ja jede Unterscheidung derselbenwom Ver-stände das Unstatthafteste was sich denken -läßt/
§.s.
Damit ist beim zugleich unwiderleglich das/Urtheilzuvörderst allen denen gesprochen, welche zwar glau^den und lehren, daß der Mensch frei sei-,-gleichwohlaber behaupten, die Relaität der Freiheit lasse sichnicht beweisen. <
Wie sollte sich überhaupt irgend eine Wahrheit nichtbeweisen lassen, oder was versteht man denn unter be-weisen? — Beweisen heißt doch unstreitig nichts anderes,als die Gewißheit einer Wahrheit durch eine bereits fest-stehende Gewißheit discursi'v vermitteln. Irgend etwasWahres ist aber jedem Menschen gewiß, weil es sonstabsoluten Zrrthum gäbe, was eben so unmöglich an fül-lst, als es gegen die Idee des Menschen streitet, der dannewig auf Wahrheit überhaupt verzichten müßte, da jadann nichts in ihm vorhanden wäre, woran eine Be-