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Stumpfsinn, fromme Selbsttäuschung oder Jnconsequcnzaus Verlegenheit dieselbe leugnen kann, auch das wirk-liche Leben eines Jeden in That, Gefühl und Urtheileines so thörichten Machtspruchs unaufhörlich instinct-mäßig spottet, der menschliche Geist aber nothwendig solange im unseligsten Zwiespalt bleibt, als er nicht alles,was er für Wahrheit hält, in Einklang mit einander ge-bracht hat: so versteht sich die Wichtigkeit eines solchenUnternehmens eigentlich von selbst, obwohl sie leider beiallen denen, welche die Befugniß der Speeulation ausUnklarheit verkennen, nur zu einer historischen herabge-sunken ist.
Allein auch nur die Frage, ob es dem Verstände mög-lich sei, das Problem der Freiheit zu lösen, ist ungereimt,und zwar auS dem einfachsten Grunde von der Welt.
Da nemlich, wie Jedermann sogleich zugeben wird, alleWahrheit doch mit einander Zusammenhängen muß, dieserZusammenhang aber eben als solcher nur ein vernünfti-ger sein kann — denn was wäre ein nicht-vernünftigerZusammenhang? —, so scheint auch in der That nichtsnäher als die Gewißheit zu liegen, daß derselbe auch zurEinsicht der Vernunft müsse gelangen können.
Und zwar zu dieser unsrer menschlichen, — oderman weiß nicht, was man so eben selber einräumte undcinräumen mußte, und hat sich bei dem Ausdruck Ver-nunft und vernünftiger Zusammenhang ent-weder gar nichts gedacht, oder bedenktnicht, daß wenn