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Ueber Freiheit und Nothwendigkeit aus dem Standpunct christlich-theistischer Weltansicht : eine philosophisch-theologische Untersuchung
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glücklicherweise widerspricht diesem Begriffe eben so lautauch alle Erfahrung und Wirklichkeit. Denn folgerechtläuft er darauf hinaus, daß es zur Freiheit gehöre, sichohne Bestimmungsgrund zu entscheiden, was nun dochNiemand thut, ohne deswegen Buridans Esel oder eineMaschine zu sein, sintemal, was das Eine betrifft, zweientgegengesetzte Bestimmungkgründe immer nur nach ein-

es nun aber überhaupt wohl in dem Kopfe eines Philosophen,-un-möglich aber in der Vernunft selber Antinomien, gehen kannwie wäre sie sonst Vernunft?!, so muß unstreitig auch diesevermeintliche dritte ans irgend einemJrrthum odetVersehn berichn.Und in der That kann es mit ihr kaum begreiflicher zugehn.. DieAntithesis nemlich zeigt die Unstatthaftigkeit einer Ursache, mit ei-nem Vermögen Zustande anzufangen, die mit den vorhergehendenderselben Ursache keinen Zusammenhang haben. Die Thesis nun,zu ihrer Ehre weit davon entfernt, das Gegentheil darzuthun, suchtvielmehr nichts weiter zu zeigen als die Nothwendigkeit der An-nahme einer absoluten Causalität, d. i. einer Ursache- die nichtselbst wieder unter einer andern Ursache stehe, unstreitig einBegriff, welcher nicht nur an sich die Zdee jenes hyperwunderba-ren Vermögens keineswegs enthält, sondern einerseits sich sehrwohl zu dem Begriffe einer zugleich wirklich freien Causalitätwenigstens erweitern laßt, andrerseits aber in Folge der Art seinerBegründung im Beweise det Thesis jene unglückliche Zvce geradezuausschließend gedacht werden muß, indem et ja auf den Begriff dcSNaturgesetzes basirt, ja mit demselben identisicirt wird, undso offenbar mit der angeblichen Antithesis ganz gemeinschaftlicheSache macht. Der Grund unsers transcendentalen Widerspruchsliegt also allein darin, daß die Thesis einen ganz andern Freiheits-begriff als die Antithesis, ja einen gerade entgegengesetzten, hat,obwohl übrigens keine von beiden den rechten.