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Ebenso läßt sich der Vorstellung, welche die Freiheitin das Vermögen setzt, sich unabhängig vonsinnlichen Impulsen zu bestimmen, mit Rechtentgegnen, ob man denn abhängig von sinnlichenImpulsen sich etwa nicht frei bestimme, — oder aber(je nachdem der Ausdruck gedeutet wird) ob die Freiheitetwa bloß Abhängigkeit von sinnlichen, nicht abervon andern Impulsen ausschließe, die denn aber freilichganz sonderlicher Natur sein müßten, — oder ebendeshalbob es etwa gar zur Freiheit gehöre, sich überhaupt ohneImpulse zu bestimmen, in welchem Falle denn frei han-deln so viel als gar nicht handeln wäre.
Denn endlich wird der Begriff der Freiheit ganz ver-fehlt, wenn man sie für das Vermögen ausgiebt, ei-nen Zustand von selbst schlechthin anzufan-gen, so daß nichts vorhergehe, wodurch eine solche Hand-lung selber wieder bestimmt wäre. Ein solcher Freiheits-begriff kann sich freilich vor der Kritik nicht halten. Dennwenn zu einex freien Handlung erforderlich ist, daß sienicht wieder von einer andern abhängig und durch sie be-dingt sei, so hat sie auch mit dem ihr vorhergehende»Zustande des Handelnden keinen Zusammenhang undstreitet also allerdings gegen das Causalgesetz *). Allein
*) Bekanntlich gründet Kant darauf seine dritte Antinomie,in der er zu zeigen bemüht ist, daß die Spekulation uns ebenso»ölhige, Freiheit in der Welt anzunehmen, als zu leugnen- Wie