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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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Seite
218
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Sehne dich nicht nach der Zukunft,sonst fließt dir die Gegenwart ungenossenvorbey. Fürchte dich aber nicht vor der Zu'kunf, sonst verlierst du darüber deine gegen-wärtige Glückseligkeit, die dir sicher ist»Man verliert den Abend, wenn man sich zusehr um den folgenden Morgen bekümmert»Viele Menschen quellen sich mit Vorherbe-,fürchtunge»; ehe das Gefürchtete noch daist, verbittern sie sich den Genuß des Angeneh-men durch diese sich vorgestellte Möglichkeitdes Unangenehmen. Opfre deine gegenwär-tige Glückseligkeit, die dir sicher ist, nichtder Furcht einer ungewissen Zukunft auf.

Habe einen festen Charakten, oder so zureden, einen festen Sinn, sonst bist du dasSpiel jedes Andern. Du siehst und hörstdann mehr durch Andre, als durch dichselbst, und läffest dich gern zu ihren Absich-ten gebrauchen. _

Menschenliebe ist der schönste Same,welchen der Sterbliche in dieser Saatzeitausstreuen kann, der überall Wurzel faßt,den Säemann oft schon hier mit süßduften-den Blüthrn erquickt, und ihn, wo nicht