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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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137
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Kehre das Gerippe um, die schlech-teste Seite auswärts, und sey stolz, wenndu kannst; bedenke, um deinen Sinn zu bes-sern, was für eine Schönheit Alter, Krank-heit und Tod aus dir machen werden.

Stolz, gepaart mit vielen Tugenden,erstickt sie alle.

Prahlender Stolz, der sich auf Rangund Ehrenstellen gründet, ist weit beleidi-gender, als der wegen persönlichen Eigen-schaften.

Auf Kenntnisse stolz seyn, heißt: imLichte blind seyn; auf Tugend stolz seyn,heißt: sich durch Gegengift vergiften; aufAnsehen stolz seyn, heißt: sich seinen Fallbereiten.

12. Sey nicht neidisch.

§)as sicherste Zeichen einer edlen Gemüths-art ist, keinen Neid bey sich zu spüren.