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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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Weiber, habet beständig ein Mädchen,das in euern Zimmern arbeite, wenn einMann bey euch ist! Trauet dem tugendhaf-testen, trauet euch selbst nicht!

Wenn die Vernunft nicht die eigeneSchildwache eines Weibes ist, so werdenalle Weiber der Welt sich nicht vor einerSchwachheit bewahren können. Das tugend-hafteste Weib ist das, welches fähig ist,sich selbst zu bewachen; dicß ist die sicher-ste Tugend und die einzige, die diesen Nah-men verdient. Derjenigen, die, um nichtzu fallen, die Augen des Publikums-thig hat, ist nicht zu trauen.

Wahre Ehrbarkeit an einem Weibe hältdie eingebildetsten Mannspersonen gegen das-selbe in Ehrfurcht. Von zehn gefallenenWeibern müssen neun ihrer eigenen Eitelkeit,ihrem Leichtsinne, ihrem Mangel an Vor-sicht oder Zurückhaltung ihren Fallzuschrei-ben.

Es ist nicht genug, baß ein Weibschätzbar sey, es muß auch geschätzt wer-den; nicht genug, daß es schön sey, esmuß auch gefallen, und nicht genug, daß