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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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Besondere Regeln für das weiblicheGeschlecht.

11m sich Liebe zu erwerben, ist es nichtgenug, schön zu seyn; die Männer verlan-gen auch, daß man liebenswürdig scy, undes kostet Mühe dieses zu werden. Manmuß seinen Charakter bessern, mildern, ge-fällig , gleichmütig u. s. w. seyn.

Ein Weib muß sich der Schönheit unddes Verstandes so bedienen, als ob eSnicht wüßte, daß es weder die eine nochden andern besitzt, und sich darauf nichtszu gute thun. Verliert es dann, entwe-der durch einen Zufall, oder durch den Zahnder Zeit, die Schönheit, so wird es ihmleicht werden, sich über seinen Verlust zutröste». Dieser Rath, der an sich selbstweise ist, wird aber wohl nicht oft befolgtwerden.

Damit ein Weib schätzbar sey, muß eseinen wahren Charakter, keinen Eigensinnin seinem Humor, keine Schwäche im Ver-stände, und hohe und reine Tugend haben.

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