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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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siesstärke genug, sich über das Nafenrüm-pfen hochadeUcher Damen hinweg zu setzen ;er findet, daß er sich übereilt hat; dieGattin wird zurückgesetzt, gemißhandelt,mit Untreue belohnt, oder der Herr Ge- »

mahl hält sich (wenn es noch gut geht,und er unter dis kleine Zahl der Gewissen-haften gehört) bloß entfernt von ihr. Ist-s daher ein Wunder, wenn unter neunund neunzig solcher Ehen eine einzige ge-räth?

Der sanftmüthige Mann lwird weniggeachtet. Das Weib will ihn seine Herr-schaft gebrauchen sehen. Eine mit kaltemVlute vernüftig angewandte Festigkeit, istein, obgleich ungalantes, doch sonst un-fehlbares Mittel. Das rechtmäßige An-sehen mir Nachdruck gebraucht, benimmtden Rebellen deu Muth.

Eine zwcytc Ehe wird von Seiten derFrauenzimmer gemeiniglich mit größter Käl-te geschlossen, als die erste, und doch isteS eine uulaugbare Erfahrung, daß sie beyjener sehr oft viel unvorsichtiger zu Werk« ,gehen, als bey dieser.

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