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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
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Seite
75
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verachten lernen, die ihn hintergangen hat,und immer noch bereit ist, ihn zu hinter-gehen.

Fast immer behandelt ein entschlosse-ner Mann seine Frau als Freundin, während«in Feiger sich herrschsüchtig und unbiegsamgegen die seinige benimmt.

Einer zu leidenschaftlichen schwärme-rischen Liebe des Mannes folgt in den mei-sten Fällen nicht die glücklichste Ehe. DieDame dürfte es unmöglich gut ertragen,den feurigen Anbether zum ruhig liebendenEhemann herabsinken zu sehen.

Der Mann, der ein Mädchen unterseinem Stande heirathet, wird gewöhnlichdurch zwey Gründe dazu bestimmt: er willentweder seine Vermögensumstände verbes-sern, ober er will eine Leidenschaft be-friedigen , die er sonst auf keine Art be-friedigen kann. Die Folge aber hiervonist? Das feurige Temperament des HerrnGemahls erkaltet, die Reitze seiner Gattinverblühen, oder sind ihm wenigstens nichtmehr neu; er hat nicht Verstand und-Gei-