58
Wtr bald gibt, gibt doppelt.
Schiebe das Gute nicht auf. Vondeinem Entwürfe bis zur Ausführung seyder Zwischenraum nur ein Punct. Verschiebenicht bas auf den Abend, was du amMorgen verrichten kannst. „M orgen!"ist stets des Fäulen Werkeltag, und Heu-te sein Ruhetag. Wer schnell das Gutethut, ahmt Gott nach.
Der Werth unserer Handlungen hängtvon unfern Gesinnungen ab, aus welchensie hervorgehen, und von den Absichten, diedabey zum Grunde liegen. Diese sind eseigentlich, die den Werth oder Unwerth un-serer Thaten entscheiden. Wir können da-her auch unfern eigenen Werth nicht richtigschätzen, als wenn wir genau auf jene se-hen. Aber allein kann eine gute Absichteine unweise und schlechte Handlung nichtrechtfertigen, sonst würde man jede Uebel- /that entschuldigen und vertheiligen können.
Vor dem ersten Schritt zum Bösen Hu-che dich sorgfältig, denn du gehst nnverimt-