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2. Werth und Unwerch der Ehre unddes Ruhms.
Wahre Ehre ist der übereinstimmendeBeyfall der Guten; denn nur jene sind inrStande, wahres Lob zu ertheilen, welcheselbst lobenswürdig sind. -
Die Ehre kann wie das Auge, nichtdas kleinste unreine Stäubchen vertragen,ohne gänzlich dadurch zu leiden; sie ist einkostbarer Diamant , wo der geringste Feh-ler den Preis desselben um vieles herabsetzk;ein Schatz, den man nie wieder bekommenkann, wenn man ihn unglücklicher Weiseeinmahl verloren hat. Der Weise bewahrtsie als einen Trost in Widerwärtigkeiten, dieihm begegnen können; der Thor hingegensetzt sie jeden Augenblick aufs Spiel. EinMensch ohne Ehre gleicht einem tobten Kör-per, von dem sich jedermann, gleich also!»er stänke, voü Abscheu hinwegwendet. Wennman die Ehre und das Leben auf eine Wa-ge bringt, so haben beyde gleiches Gewicht;so bald man aber aus der einen Schale dieEhre hinwegnimmt hat in der andern basLeben keine Schwere mehr.