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Taschenbuch zur Philosophie des Lebens, des Umganges und des Lebensgenusses : zur Bildung der Menschheit, vorzüglich aber der reifern Jugend beyder Geschlechter
Entstehung
Seite
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Achtung gegen das innere Gesetz thunwelch eine Würde! und das Gefühl dieserWürde welch ein Selbstgenuß'.

* Immer ist Leidenschaft ungerecht und

eigennützig. Sie ist deshalb eine gefährli-che Verführerin, der man sich nicht anver-traucn muß, selbst wenn sie noch so ver-nünftig scheint.

Leidenschaften an sich und gut regiertsind vom größten Nutzen. Sie sind dieWinde, die unser Lebensschiff forttreiben.Nur scy die Vernunft der Steuermann,der es lenkt. Das Schiff stünde still ohneWind und liefe ohne Steuermann auf denStrand. Leidenschaften sind den menschli-chen Anlagen, was ein langer Sommerre-gen den Gewächsen ist. Ohne alle Leiden-schaften würde das Leben eines Menschenein todter Sumpf seyn, wo kein Gräschenwüchse und kern Sammenkorn sich entfal-tete.

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