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Krieg und Friede : Festspiel zum Siebzigsten Geburtstage des Professors Emil Hünten ; Düsseldorf, 19. Januar 1897 ; Malkasten
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Lmil.

G rother Schnabel des schwarzweißen Gastes,

Du ewiges Süllhorn, wirst du niemals leer?

Du treibst gar oft mit allzugroßer Hast es.

Und etwas weniger wäre oftmals mehr!

Urieg (auftretend).

Ich will doch einmal nachsehn hier ein wenig,

IDie in ihm meiner Kriegskunst Stamme brennt!

(Sie sieht auf die Staffeln)

Der alte Srih! der große Preußenkönig!

Beim Kriegsgott Mars! mein Künstler hat Talent!Noch bin ich unsichtbar vor seinen Blicken,

Doch stärken soll ihn meines Beifalls Macht,

Drum will ich sichtbar ihm vor Augen rücken.

(tritt an ihn heran und schlägt ihm auf die Schulter)Cmil, mein Sohn, das hast Du brav gemacht!

Gmil (erschrocken).

Mein Genius Du?

Urieg.

Ich bin's und will es bleiben.Denn Lhre machst Du mir, mein Sohn Lmil,

Auf Deinem Pfad will ich Dich weitertreibenvon Stuf' zu Stufe bis zum höchsten Ziel.

Lmil.

Mas Du versprichst ach es sind schöne SachenAllein ein Hinderniß im Mege steht:

Mo soll ich hoher Kriegskunst Studien machen.Menn stets des Sriedens weiße Sahne weht?

Ich hörte einst Dich stolze Morte führenvon Preußens, Deutschlands naher großer Zeit,

Das war wohl nur. mich zu encouragiren.

Und aller Schlachtendonner ist noch weit!

Urieg.

Kein, nein, mein Sohn bald fliegt meine Standarte,Sie fliegt für Dich und für das Vaterland,

Mirf Deinen Blick dort auf Europas KarteUnd folg' dem scharfen Schwert in meiner Hand.Möcht'st Du am liebsten Deine Studien machenZuerst in kleinerem, dann in größerem Sormat,Sag's frei heraus; denn in dergleichen SachenSolgt Kriegskunst gern der Schwester Malkunst Rath.