12
Rrieg.
Ich seh's, Du hältst den Jüngling jetzt gefangenDurch jener beiden Zauberspiegel Schein —
Halb hat er mir, dem Krieg. schon angehangen,
Jetzt Hab' ich ihn verloren — er ist Dein.
Ich sah ihn schon in großen Lpauletten —
Doch halt — ich Hab' ein plänchen — das ist gut.Ich kann vielleicht die eine Hälfte retten.
Die Dir, o Friede, keinen Abbruch thut.
Hört Ihr mein Schwert in seiner Scheide klirren?
Ls ist geschliffen, es ist schlachtbereit.
Bald werde ich mein Kriegs- und Siegsroß schirren,Ls naht sich Preußens, Deutschlands große Zeit,wer wird der Herold sein dann unfern Siegen,wer pflanzt sie rühmend auf die Nachwelt fort?
Die Druckerschwärze kann mir nicht genügen.
Denn allzu nüchtern wirkt ein bildlos Wort.
Ich will's in glühen Sarben sehen prangen,wie Pflichtgefühl und Kraft und GpfermuthDurch unser ganzes deutsches Volk gegangen.
Und wie's geschehn durch Lisen und durch Blut,wie unter Jollerns Königlichem ReckenDas neue deutsche Reich ward aufgebaut.
Sag' mir, o Jüngling, diesen hohen ZweckenGb Deine Kunst zu widmen sich getraut.
Lniil.
Ja — heut' fühl' ich harmonisch im VereineDen Frieden und den Krieg durchlodern mich.
In meiner Lieb' bin, Lriede, ich der Deine,
In meiner Kunst bin ich der Deine, Krieg!
Friede.
Kollegin Krieg, so laß ich mir's gefallen.
So steht der junge Mann uns beiden nah.
Beide.
Und jetzo lassen wir ein „Hoch" erschallen:
Vivat Lmilia und Victoria!
(Der Vorhang fällt.)