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Andreas und die Versuchung : Festspiel in drei Scenen zum 29. September 1895
Entstehung
Seite
7
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Mode (für sich).

Darüber wohl manch Hahr verrinnt;

Denn er ist kaum noch dreißig,

Doch wird er sicher mal halb blind.

Dieweil er gar zu fleißig.

(Laut)

Ich seh's wohl ein, jetzt kann's nicht sein,Drum muß ich von Dir scheiden.

Doch wirst Du sicher einstmals mein,

Das kannst Du nicht vermeiden.

(Im Abgehen)

Leb' wohl. Andreas!

Andreas.

Leben Sie wohl und lassen Sie es sich gut gehen.(Cr horcht an der Thür.) Sie ist fort. (Cr ruft aus der Thür)Trina, wenn das Srauenzimmer einmal wiederkommt,dann sagen Sie, ich wäre nicht zu Laus!

(Der Vorhang fällt. Ende der ersten Scene).

Zweite Scene.

Der alle Andreas an seiner Staffelet malend.

Andreas.

Da bin ich jetzt doch schon alt geworden und eigent-lich immer noch derselbe. Das heißt, ich male jetzt nochbesser, als früher, aber ich Hab' mich immer noch nichtentschließen können, nach einem fremden Recept zu malen.Ls geht bei der Kunst, wie bei einer Krankheit. Leutewollen die Doktors sie durch eine Schwitzkur heilen,und morgen kommen sie mit Kaltwasserdouchen. weraber gesund ist, hat keine Doktors nöthig. (Ls klopft.)Lerein!

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