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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
Entstehung
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Nun die paar Augenblicke Zeit,

Die mir noch bleiben vor der Grabesthür

Ach laßt sie mir

Möcht' mich noch einmal in mich selbst versenken,

Des Lebens liebsten Traum noch einmal denken!

^stdelaide (sich durch die Menge drängend).

Wo ist sie? ich muß hin zu ihr

O, Erika hier bin ich, hier,

(sie fällt vor Erika nieder)

Die Dich dem Henker übergab,

Die Dir gegraben hat Dein Grab

O wend' nicht ab Dein Antlitz hold

Der Himmel weiß, so Hab' ich's nicht gewollt!

-Lrika.

Weil Du geliebt, hast Du gefehlt,

Auch meine Schuld die Liebe ist,

Was mich beseelt und Dich beseelt.

Ein Blüthenpaar vom selben Triebe ist.

Was soll ich da noch hassen Dich?

Laß' schwesterlich umfassen Dich.

Schau hier der Weg zu meinem letzten LeideHat mich geführt durch diese rothe Haide

Da sah' ich steh'n manch' Haideblümlein zart,

Ich weiß, der Kaiser liebt die Art

Ich bückte mich und pflückte,

Damit nicht ungeschmückteDie reiche Brust im Tode blieb,

An der ein Kaiser einst geruht in Lieb'.

Doch nein nimm Du dies Sträußlein mit,

Bring' es zu seinen Händen

Sag' ihm, verklungen sei das HaideliedUnd seine Erika verblüht,

Sie ließ zum Gruß ihm diese Schwestern senden.

(Sie giebt Adelaide den Strauß, dann ab mit ihrem Geleite.)

^ldeläide (noch immer auf den Knieen liegend).

Da geht sie ihren letzten Gang,

Zu dem mein finst'rer Haß sie zwang!