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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
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(die während dieser Scene mit verhülltem Gesicht auf der untersten Stufe des Thronesgesessen, tritt vor).

2^! (Tie wirst ihren Handschuh neben den des Kaisers.)

Wenn Keiner von den Rittern hier mag wagen,

Für des gekränkten Hauses heil'gen Heerd

Zu fechten Laßt mich dieses Hauses Banner tragen.

(Au -iri-m Ritter.) Gebt mir Euer Schwert!

(Zum Kaiser.) Ja, Ritter, ja ein Makel haftet anDer Dame, deren Farben Ihr gewählet

Sie hat des Weibes erster Pflicht gefehletIn schuld'ger Liebe sinnbethörtem Wahn.

Und Nacht, die ihren Schleier senkte niederVerhüllend um des Weibes schuld'ge Bahn,

Sie schloß auch des Gewissens Augenlider.

Da plötzlich stand am Tageslichte klarDie Schande groß und offenbar:

Sie sah sich selbst, in schuld'ger HandDer Zwietracht wilden Fackelbrand,

In eines Hauses heil'gem Frieden stehen.

Herr Ritter, in die Schranken mit dem SchwertEin Mädchen tritt; nicht um mit Euch zu fechtenAuf andre Weise laßt sie mit Euch rechten

Seht hier den Degen umgekehrt.

(Sie kehrt das Schwert um und hält den Kreuzesgriff in die Höhe.)Bei diesem Kreuz schwört sie den heil'gen Eid,

Ihr Fuß soll nicht mehr Eure Wege gehen;

Der Wind soll ihre Spur verwehenAuf alle Zeit!

Jetzt, Kaiser bei demselben Kreuze schwört,

Daß Erikas Ihr nimmermehr begehrt!

Kaiser.

Und wenn ich's weigere? Wenn mein ganzer Wille,

In welchem, bei der Mann'skraft stolzer Fülle,

Die schrankenlose Macht des Kaisers lebt.

Dich an mein Herz zurückzuzwingen strebt?

Du glaubst, was mein bereits, ich sollt' es lassen?

Nein um so fester soll mein Arm Dich fassen!

(Er thut einen Schritt auf Erika zu.)