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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
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Sind es des Mitleids christlich-fromme Triebe?

Ach nein ach nein was sich da drinnen regt,

O Erika ich glaub': es ist die Liebe!

(Sie setzt sich auf eine der zum Fenster führenden Stufen nieder.)

Fünfter Austritt.

Me Vorige. Der Kaiser.

Kaiser (f»r sich).

Der Schlummer thut, wie meines Reichs Vasallen,

Er flieht den Fürsten, der gefallen,

Ich stehe ganz allein,

Nur Einer bleibt und bleibet mir zur Pein;

Der Lebensathem ist es. (Erika g-wahr-nd.)

Ha Du in Waffen?

Das ist kein Spielzeug zarter Mädchenhand.

-Lrika.

Mein Kaiser ach

Kaiser.

Die Wahrheit frisch bekannt:

Was hast mit dieser Armbrust Du zu schaffen?

c^riüa.

Mein kaiserlicher Herr ich steh' auf Wacht.

Kaiser.

Du? Was bewachst Du denn in finst'rer Nacht?

«rÄriüa (auf'S Fenster deutend).

Den Aufgang zu der Burg es schleichtZu nächt'ger Stund ein Feind heran so leicht.

Kaiser.

Was und Dein Vater schläft und läßt Dich wachen?-Lrika.

Ihr dürft ihm eben keinen Vorwurf machen.

Er ist nicht hier. ,

Kaiser (auffahrend).

Nicht hier in nächt'ger Stunde?Wohin ist er? Wohin? gieb, Mädchen, Kunde!

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