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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
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Verhängten Zaums durch Haidekraut und Ginster

<Zu Erika.) Vorher zur Stärkung noch ein Humpen Wein!

cÄriäa (schenkt die Humpen ein).

^Rätter <;u Erika).

Und Du, mein Kind, fein aufgepaßt,

Du bleibst allein, als Wacht, bei unserm Gast

Du schiebst vor's Thor den großen Balkenriegel

Und naht sich Jemand feindlich unsrer Burg,

So schießest Du aus diesem FensterflügelIhn hier mit dieser Armbrust durch und durch.

Und nun Adios!

(Ritter Kunz, ihr eine Armbrust gebend, ab.)

Easpar tim Abgehen zu Gottfried).

Hör', Gottfried, wenn wir durch den falschen EidDas ew'ge Seelenheil nur nicht verloren!

Gsktfried.

Das macht mir wenig Leid,

Ich Hab' es hinten wieder 'rausgeschworen.

(Die Beiden ab.)

Vierter Austritt.

-Lrika

(allein, mit einer Armbrust in der Hand).

Da jagen sie auf finstern Raub hinaus

Ihr Hufschlag schon verhallt im Haidegrunde

Ich bin allein in diesem öden Haus,

Allein mit ihm in mitternächt'ger Stunde.

Vor dem, der einst beherrschte Leut' und Land,

Zum Schutz ein Mädchen steht in Wehr und Waffen,

Ich fühl's die Armbrust bebt in meiner Hand

Wie soll ich mich empor zur Heldin raffen?!

Ach der gesunk'nen Größe heil'ger Schein,

So mächtig noch in unerlosch'ner Helle,

Strahlt in des armen Mädchens Herz hinein,

Das zitternd Wache hält an dieser Schwelle.

Jst's Andacht, was mich hier so tief bewegt?