Perl' ab dich, stiller RosenkranzBis zu des Grab's Asyle.
^Kitter
Mein Kaiserlicher Herr, ein VespertrankAus Eures Rheingau's allerbesten Lagen;
Er stärkt das Herz, wenn's schwermuthkrank,
Und gießt das Feu'r des Lebens in den Magen.
Kaiser.
Ihr guten Leute, wenn ich seh'
Die Lieb' und Sorg' in meiner nächsten Näh',
Dann drängt sich's feucht in meine Augenlider,
Fast kehrt mein Glaube an die Menschheit wieder,Vergesse fast, was ich verloren habe —
Kredenz' mir, Kind, den Trank der Labe!
cÄriäa (den Becher kredenzend).
Auf frohe Kund'
Aus deutschem Reich —
Gott mach' gesundDas Herze Euch!
Aaifer orinr-nd).
Ein herz'ger Spruch — und welch ein feu'riger Wein,Der muß aus eines Domstifts Kellern sein.
(Plötzlich einhaltend.)
Doch ha — welch' schaueriger VerdachtHallt plötzlich mir, wie Unkenruf bei Nacht,
Den Trank vergiftend, in der Seele wieder?
(Den Becher betrachtend.)
Und dieses Bechers feines Gold, was red' ich?
Die allerschönste Arbeit aus Venedig!
(Den Becher hinwerfend und den Ritter beim Kragen anfassend.)Woher hast Du, ein Ritter arm und klein,
Woher hast Du den Becher und den Wein!?
cMller K.un).
O — gnäd'ger Herr, wie könnt Ihr Schlimmes denken.Ein Öhm vom Rhein thät mir das Fäßlein schenken.