Druckschrift 
Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

16

Kailer

Was wollt Ihr, Baierns Herzog, mein Vasall?

Herzog von ^Naiern.

Ein kleines Wörtchen mit gedampftem Schall.

Werd' immer gern an Eurer Seite wandern

Und thut's der Baier thnens auch die AndernDoch möcht' ich gern mich etwas arrondiren

Tirol und Salzburg kam' mir grad' zu Paß

Ihr werdet d'ran nicht eben viel verlierenUnd meiner Frau macht's einen Heidenspaß.

Kaiser.

Verräther für dies eine Wort allein

Müßt' über Deinem Haupt das Beil des Henkers schweben!

Herzog von Maiern.

Ihr wollt es also nicht, mein Kaiser?

Kaiser.

Nein!

Herzog von Maiern.

So Hab' ich hier nichts mehr zu suchen eben.

Kaiserin <j»m Kaiser).

Versprich's ihm doch Du kannst ja ohne GrämenGelegentlich es später wieder nehmen.

<Zum H-rz°g>, So seid doch nicht so kurz und abgerissenMan wird mit Euch sich arrangiren müssen.

Der Kaiser sagt gewiß zuletzt noch: ja!

Herzog von Maiern.

Nulier tnesut in soelsmu!

(Zu den Seinigen.)

Ihr Baiern aufgesessen schirrt den Troß

's geht knödelwärts nach Heim mit Mann und Roß!(Herzog von Baiern mit den Seinigen ab.)

Hriüa (zu ihrem Baier).

Komm' flüchten wir im allgemeinen Drängen!