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Ich komme, Dich in Feierlichkeit zu fragen,
Der Du Kaiser Arnoldus wirst genannt,
Ob Du gewillt zu ändern Dein Betragen.
Ob von des Fiskus Saugeapparat,
Dem Schröpfkopf, dem da Alles fällt zum Raube,Des Steuerdrucks profan endloser Schraube,
Tie schon manch' kirchlich Gut gequetschet hat,
Ob Du davon die Klöster und AbteienUnd in Persona vom EpiscopoZum Mönch herab und zum VicarioIn vierundzwanzig Stunden willst befreien?Arnoldus, Kaiser — jetzt die Antwort Dein?
Kaiser.
Nein!
-Legat.
Nun denn, so sprech' ich Romas Bannfluch ausArnoldus über Dir und Deinem Haus —
Dem Munde Fluch, der Deine Lippe küßt,
Dem Händedruck, der Dich willkommen grüßt,
Dem Schoppen, der Dir netzt des Kehlkopfs Wände,
Und wär's der schlimmste Surius, der sich fände,
Dem Topf — doch wozu weiter mich bemüh'n,
Das Andre steht hier in der Bulle drin.
(Er händigt den Umstehenden ein Document ein, das diese ent-setzt lesen.)
(Fortfahrend.) Dem röm'schen Reiche deutscher NationVerkünd' ich hiermit eine neue AeraVon heute an sitzt auf Arnoldi ThronDer Fürst von Reuß-Schleiz-Lobenstein und Gera!
Kaiser.
Bei Gott, mein Pfaff — Du sprichst mit kühnem Muth,Doch jetzt zieh' heim — ich könnte sonst vergessen,
Daß Du Dich unter Deinem rothen Hut,
Darfst kühnern Worts, als Andere, vermessen.
Legat.
Ich Hab' gesagt, was meines Auftrags war,
Weh' dem, der krümmt auf meinem Haupt ein Haar!(Legat mit Gefolge ab.)