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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
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Da stürzt, Gott sei mir gnädig,

Ein Ritter aus des Hohlwegs dunkeln GründenVerkappt war er, mit zwei verkappten KnappenMein Leben dank' ich nur dem schnellen RappenDoch meine Fracht ich ließ im Wald sie steh'nIch glaubte schon auf Nimmerwiederseh'n

Und heute unter dieses Fräuleins KinnSeh' ich ein venetianisch Halsband blitzen,

Um dieses Fräuleins schöne Lenden hin'nen echten indischen Brokatstoff sitzen

Die, o mein Kaiser, ähneln ganz verdächtigDen Maaren, die mir jüngst geraubt sind nächtigUnd der da steht mit Schwert und Ritterkleid,Bekennt sich selbst als Vater dieser Maid.

-LMa

O, gnäd'ger Himmel, hilf!

Kaiser tzu Ritter Kunz).

Was hör' ich recht?

Wer seid Ihr?

(^Kitter ^VUN) (den Hut abnehmend, veilegen).

Kunz von Greifenklau, Euer Knecht.

Arm bin ich, doch thu' Niemand nichts zu LeideUnd bin Euch treu ergeben durch und durch.

Auf einem kahlen Fels steht meine BurgUnd rund herum ist öde, rothe Haide.

Den einz'gen Schatz, der mein ist, seht Ihr da,

's ist meine Tochter Erika.

cÄiirgermttster

(eine der weißgekleideten Jungfrauen am Arme heranziehend).

Was Du willst leugnen Klepper Du der Haide?Schau her, schau her: dasselbe Halsgeschmeide,

Es hängt auf meiner Tochter Busenlatz,

Derselbe goldbrokatene Besatz

Hängt hier um meiner Tochter Hüft' und Lenden,

Thät jüngst es zum Sanct Nicolas ihr spenden

Es waren Stücke aus derselben Fracht,

Die Du geraubt mir neulich in der Nacht.