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Erika : Düsseldorfer Malkasten-Tragödie in fünf Aufzügen
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<OÄürgermeisier.

Wir gäben mehr, doch wie bereits gesagt,

Die schlechte Zeit auch uns in Augsburg plagtDie Rinderpest hat decimirt das Vieh,

Raubritter gibt es Heuer mehr, wie nie.

Kaiser.

Raubritter? Unsinn! Hier in meinem ReichHab' ich vertilgt mit Stumpf und Stiel das Zeug.

Bürgermeister.

O Majestät wie soll ich's Euch beweisen?Raubritter lau'rn auf jeder Straße G'leisen,

Wo nur ein Rad knarrt ist solch Ritter nah

(Er sieht sich um.)

Was red' ich lange? Der Beweis ist da.

(Auf Erika losstürzend und erst ihr Kleid, dann ihr Collierfassend.)

Ha dies Brokat ha dieses Halsgebind!Witter Aitty

(ihm eine Ohrfeige gebend, daß er auf die andre Seite der Scene fliegt).

Hand weg, Du Pfeffersack, von meinem Kind!

<2üürgermeister.

Ha er der Vater! Himmel sei gepriesen!

Die Ohrfeig' uehm' ich willig in den Kauf

Sie hat den Krippenreiter mir gewiesen,

Der uns im Hohlweg nächtlich passet auf!

Kaiser.

Was gibt's? wer ist der kecke Rittersmann?

^Bürgermeister.

Mein kaiserlicher Herr seht ihn Euch an!

Jüngst ließ ich eine Fracht kostbarer MaarenVon Augsburg nach der Leipz'ger Messe fahrenEs waren Seidenstoffe und BrokatUnd kostbares Geschmeide aus Venedig

Und dort am Kieferwald als Abends spatDer Biewacht Feu'r wir eben wollten zünden,