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Graf von Gleichen : dramatisches Rittermährchen in vier Aufzügen
Entstehung
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Vierter Auftritt.

Graf Gleichen. Zchrich Ibrahim.Ibrahim.

Wie schön, hat man die Türkenpflicht erfüllt,

Dreimal gen Mekka hin den Leib gebogen,

Hat dreimal lautAllah ist groß!" gebrüllt,

Hat seine Abwaschungen prompt vollzogen;

Wie schön, kommt man des Abends dann nach Hans,Ein Stündchen auf und ab im Harem wandern.

Man sucht sich für den Dienst was Nettes aus,

Und schäkert auch ein wenig mit den Andern.

Doch weiß ich nicht, wie's kommt, es fehlt mir was,Es ist mir hier im Kehlkopf gar so trocken,

Kein Derwisch weiß mir ein Recept für das.

Ich glaub' beinah, ich Hab' im Hals die Pocken.

Etlichen.

Ihr seid mein Feind, Herr Scheich, doch weiß ich auch,Ein Christ muß immer seinem Feind vergeben,

Ein Tränklein fließt in dieser Kanne Bauch,

Für trock'nen Hals das richt'ge Mittel eben.

Ibrahim.

Laß seh'n, das ist doch nicht, Allah verzeih',

Ich will's bei seinem Alkoran nicht hoffen,

Das ist doch nicht, Mohamed steh mir bei!

Der Trank, der bei Euch Christen wird gesoffen?

Gleichen.

Nun, ist das Tränklein nicht nach Euerer Art,

Es zwingt Euch Niemand von ihm zu genießen.

Ibrahim.

Nicht also Christ, bei des Propheten Bart,

Ich will, was dieser Kanne Inhalt, wissen.

Gleichen.

Nun so versucht's doch mit 'nem tücht'gen Zug.